11.02.2011
Ferrari vergisst die Kennzeichenrecherche
Voller Stolz hatte Ferrari Ende Januar sein neues Wunderwerk für die Formel 1 vorgestellt. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo legte dabei Wert auf die Feststellung, dass der Name F150 seiner Heimat Italien gewidmet sei, welches vor 150 Jahren die Unabhängigkeit erlangte.
Leider unterlief den Roten dabei ein markenmäßiger Anfängerfehler. Man hatte sich zuvor keine Gedanken darüber gemacht, ob denn nicht vielleicht ein bestehendes Kennzeichenrecht dieser Namensgebung im Wege stehen könnte.
So rief das Ereignis den US-Autobauer Ford auf den Plan. Dieser stellt seit Anfang der 1980er Jahre sehr erfolgreich einen Pickup unter dem Namen F-150 her. Und verlangt jetzt Schadensersatz iHv. € 150.000! "Mindestens"!
Ferrari wiegelt ab und fragt sich, ob denn ein F1-Bolide mit einem klobigen Pickup verwechselt werden könne. Man hat aber jedenfalls die Bezeichnung F150 erst einmal von der Webseite verbannt, wie eine kurze Kontrolle unsererseits ergeben hat.
Bleibt abzuwarten, was der District Court in Detroit zu diesem Debakel zu sagen hat. Dieser ist jetzt zur Entscheidung aufgefordert.
